Echte Steuerberater

beraten Sie am Telefon

Sofort & verbindlich

Antwort auf Ihre Steuerfrage

Jederzeit erreichbar

Montag - Sonntag

Unter 6 Minuten

durchschntl. Gesprächsdauer

  Im Moment ist 1 Steuerberater für Sie gesprächsbereit. Wählen Sie einfach:

0900/1000 2770 *

*Der Anruf kostet 1,99 € / Min. inkl. 19% MwSt. aus dem deutschen Festnetz; in Mobilfunknetzen gelten ggf. andere Preise.

Aktuelle Urteile Einkommensteuer

Wann ist die Schönheits-OP steuerlich absetzbar?
Mit inzwischen rechtskräftigem Urteil vom 20. Mai 2014 (5 K 1753/13) hat das Finanzgericht Rheinland-Pfalz (FG) entschieden, dass Operationskosten für eine Brustverkleinerung keine sog. außergewöhnlichen Belastungen darstellen und daher auch nicht steuerlich berücksichtigt werden können.
Die Kläger machten in ihrer Einkommensteuererklärung Operationskosten (rd. 4.600 €) für eine Bruststraffung und -Brustverkleinerung bei ihrer damals 20-jährigen Tochter als außergewöhnliche Belastungen geltend. Sie legten ein ärztliches Attest der Frauenärztin vor, mit dem die Tochter seinerzeit die Kostenübernahme bei ihrer Krankenkasse beantragt hatte. In diesem Attest wird bescheinigt, dass die deutliche Ungleichheit der Brüste bei der Tochter der Kläger zu einer gravierenden psychosomatischen Belastung mit Störungen des Körperbildes und des Selbstwertgefühls führe. Sie sei stark gehemmt mit depressiven Zügen. Es komme zu großen Problemen in der Partnerschaft und einer Störung des Sexuallebens.
Problem: Gegengutachten kam zu anderem Ergebnis
Die Krankenkasse hatte allerdings ein Gutachten des Medizinischen Dienstes eingeholt, der zu dem Ergebnis gekommen war, dass die Beeinträchtigungen keinen Krankheitswert besäßen, der eine Kostenübernahme rechtfertige. Ein solcher Krankheitswert sei nur dann gegeben, wenn der Betroffene in seiner Körperfunktion beeinträchtigt werde oder an einer Abweichung vom Regelfall leide, die entstellend wirke. Die hierfür erforderliche objektive erhebliche, die Reaktion von Mitmenschen hervorrufende Auffälligkeit sei hier nicht gegeben. Das beklagte Finanzamt lehnte daher eine Berücksichtigung der geltend gemachten Operationskosten ab, weil die medizinische Indikation für den Eingriff nicht nachgewiesen sei.
Argumente scheitern
Mit der dagegen erhobenen Klage machten die Kläger geltend, es habe sich nicht um eine Schönheitsoperation gehandelt, denn wenn der Eingriff nicht durchgeführt worden wäre, hätte eine langfristige psychologische Behandlung mit nicht unerheblichen Kosten, allerdings fraglichem Behandlungserfolg, durchgeführt werden müssen. Die Klage blieb ohne Erfolg.
Gericht orientiert sich an Sozialrechtsprechung
Auch das FG kam in seinem Urteil vom 20. Mai 2014 (5 K 1753/13) zu dem Ergebnis, dass die Operationskosten nicht als außergewöhnliche Belastung qualifiziert werden könnten. Vorbeugende Aufwendungen – so das FG – beruhten auf einer freien Willensentschließung und seien deshalb den nicht abzugsfähigen Kosten der Lebenshaltung zuzurechnen. Nur bei Beschwerden mit Krankheitswert komme eine Berücksichtigung der Behandlungskosten in Betracht. Nach der Rechtsprechung der Sozialgerichte liege ein solcher Krankheitswert in Fällen der vorliegenden Art nur unter folgenden Voraussetzungen vor:

Die Betroffene müsse in ihren Körperfunktionen beeinträchtigt sein oder an einer Abweichung vom Regelfall leiden, die entstellend wirke. Eine entstellende Wirkung sei gegeben, wenn es sich objektiv um eine erhebliche Auffälligkeit handele, die na-he liegende Reaktionen der Mitmenschen wie Neugier oder Betroffenheit und damit zugleich erwarten lasse, dass die Betroffene ständig viele Blicke auf sich ziehe, zum Objekt besonderer Beachtung anderer werde und sich deshalb aus dem Leben in der Gemeinschaft zurückzuziehen und zu vereinsamen drohe, so dass die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft gefährdet sei. Die körperliche Auffälligkeit müsse dabei in einer solchen Ausprägung vorhanden sein, dass sie sich schon bei flüchtiger Begegnung in alltäglichen Situationen quasi „im Vorbeigehen" bemerkbar mache und regelmäßig zur Fixierung des Interesses anderer auf den Betroffenen führe.
Therapie statt OP
Diese Grundsätze - so das FG - seien auch steuerrechtlich maßgeblich. Deshalb könne dem auch aus Sicht des Gerichts schlüssigen und nachvollziehbaren Gutachten des MDK gefolgt werden, wonach keine Beschwerden mit Krankheitswert festzustellen seien. Aus diesem Grund seien auch etwaige psychische Belastungen bzw. Folgen mit den Mitteln der Psychotherapie zu lindern und rechtfertigten keine Operation. Dass eine psychotherapeutische Behandlung möglicherweise ähnlich hohe Kosten zur Folge haben könne, sei nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts unerheblich.
(FG Rheinland-Pfalz / Redaktion)

Für weitere Fragen und Details

Unsere Steuerberater beantworten Ihre Steuerfragen:

Dr. Stefan Lorenz
Dr. Stefan Lorenz
Rechtsanwalt und Steuerberater

Kundenbewertungen zur Deutschen Steuerberatungshotline

Das sagen bisherige Anrufer:

"Alles nach meinen Vorstellungen. "

16.06.2021
"Sehr gut! "

15.06.2021
"Schnell und verständlich ausgeführt. Klare Weiterempfehlung."

14.06.2021
"Vielen Dank!"

14.06.2021
"Danke für die Beratung - war sehr hilfreich. "

13.06.2021
"Umfassend und auf den Punkt erklärt. Gerne wieder."

13.06.2021
"Sehr detaillierte Antwort, sehr zügig und empfehlenswert. Werde Ihn öfter aufsuchen."

13.06.2021
"Sehr gut, hat sich die Zeit genommen, wahr freundlich, kann ich nur weiterempfehlen. "

13.06.2021
"Herr Thomas konnte sämtliche Unklarheiten transparent und mit einer klaren Sprache bearbeiten. Weiterhin gab er einige Tipps und Hinweise, wie zukünftig vorzugehen ist. Ein Termin könnte darüber hinaus für den nächsten Tag vereinbart werden. Klasse, 1A, weiter so!"

12.06.2021
"Unglaublich kompetent & hilfsbereit. Alle Fragen wurden in kurzer Zeit geklärt und ich kann Herrn Dr. Lorenz bestens empfehlen für jeden der Fragen zum Thema Steuern hat!"

11.06.2021
"Das Gespräch mit Herrn Siemssen war sehr angenehm. Ich hatte nur eine Email gebucht und bekam ein Telefongespräch kostenlos mit dazu."

11.06.2021
"Gute und schnelle Bearbeitung!"

09.06.2021
"Auf den Punkt."

08.06.2021
"Äußerst freundliche und zielführende Beratung am Telefon. Gerne wieder."

08.06.2021
"Schnelle Antwort mit konkretem Vorschlag. Das hat mir echt weitergeholfen, meinen Steuerbescheid korrigieren zu lassen."

08.06.2021
"Herr Thomas hat mir schnell auf meine Frage geantwortet und mit nur einer Rückfrage die Sache (zumindest bisher) abschließend geklärt. Danke!"

08.06.2021
"Frau Joswig hat auf meine Anfrage ebenso rasch wie kompetent reagiert, ist auf Rückfragen geduldig eingegangen und war wirklich sehr engagiert - sie hat sich sogar abends, im Nachgang zu unserem Gespräch, noch einmal von selbst bei mir gemeldet, weil ihr noch ein Aspekt zu meinem Anliegen durch den Kopf ging. Das hat mich beeindruckt. Ich schreibe nur selten Bewertungen, in diesem Fall aber tue ich es gern - die fünf Sterne sind vollauf verdient. "

08.06.2021
"äußerst zufrieden"

07.06.2021
"äußerst zufrieden"

07.06.2021
"super schnelle Beantwortung, verständlich, kompetent, eine Teil-Korrektur in der ersten Beantwortung ist prompt als feedback auf eine Rückfrage von mir erfolgt. Jederzeit gerne wieder. "

07.06.2021
4,8 von 5 Sterne auf der Grundlage von 4130 Bewertungen
Unsere Steuerberater sind erreichbar unter 0900/1000 2770